Nordumgehung

Eine mögliche Ortsumfahrung könnte nördlich verlaufen. In Höhe des Wiggenberges könnte diese Trasse von der bisherigen Trasse nördlich Richtung Eisenbahnlinie abzweigen. Die Trasse würde der Bahnlinie folgen bis sie östlich Berndorfs ein Stück vor dem Mühlhäuser Hammer wieder auf die bisherige Trasse trifft:

Berndorf_ODM_option_North_with_lengths

Quelle: http://www.openstreetmap.de/

Vorteile dieser Variante:
(Enthalten sind auch Auszüge aus einer Diplomarbeit am Fachgebiet Straßenentwurf und Straßenbetrieb der Technischen Hochschule Darmstadt mit dem Thema ‚Ortsumgehung Twistetal-Berndorf‘)

 

  • Der Anschluss der Kreisstraße K77 (Helmscheid) und der Landesstraße L3297 (Mühlhausen) an die Ortsumfahrung fördert die Erschließung des nördlichen Bereichs des Landkreises Waldeck-Frankenberg
  • Der Anschluss der Region Waldeck-Frankenberg an das überregionale Straßennetz verbessert sich erheblich
  • Der Verkehr reduziert sich erheblich innerhalb der Ortsdurchfahrt
  • Entscheidende Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Ortskern
  • Spürbare Abnahme der Lärm- und Schadstoffbelastungen innerhalb der Ortslage
  • Die Zerschneidung des Ortes (wie es bisher der Fall ist) wird auf ein Minimum reduziert
  • Städtebauliche Veränderungen werden wieder möglich
  • Eine dorfgerechte Entwicklung (Dorfleben und Dorfansicht) ist wieder möglich
  • Dauerhafte Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität der Berndorfer Einwohner
  • Zufriedenheit der Berndorfer Einwohner steigert sich massiv
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit (durch die Trennung verschiedener Verkehrsarten)
  • Hauptgefahrenzone verlagert sich aus dem Dorf heraus
  • Erhöhte Reisegeschwindigkeit (Zeit gewinnen) für den vorbeifahrenden Verkehr
  • Natürliche Verhältnisse werden nur minimal beeinträchtigt (Bündelung Bahnlinie/Ortsumfahrung)
  • Schutzgebiete werden nicht betroffen
  • Waldflächen werden nicht betroffen
  • Keine Beeinträchtigung der Siedlungs- und Gewerbeflächen
  • Keine bebauten Gebiete werden betroffen
  • Die Entfernung zur Siedlung „überm Dorf“ ist ausreichend (größer als 300m, siehe rote Linie).

 

Nachteil dieser Variante:
  • Es müsste eine Brücke gebaut werden, die natürlich auch mit entsprechenden Schallschutzmaßnahmen versehen werden muss. Dies kann man aber inzwischen ganz gut in den Griff bekommen, wie man z.B. beim Neubau der A8 bei Pforzheim ganz gut sehen kann (ganz so lang müsste die Brücke in Berndorf wohl nicht sein):

Laermschutz_Bruecke_A8

Fazit:

Diese Variante erscheint am Wahrscheinlichsten.

Die Belastung der Siedlung „überm Dorf“ dürfte (selbst ohne zusätzliche Schallschutzmaßnahmen) mit mehr als 300m Abstand (rote Linie) weitaus geringer ausfallen als zum Beispiel aktuell die Belastung für Mühlenufer/ Blumenstraße (blaue Linie, ca. 230m) ist.

Von der Ecke Mühlenufer/Blumenstraße gibt es eine Sichtverbindung zur B252. Dort hört man sie, aber man empfindet den Schall nicht als übermäßige Belastung .

Vom letzten Haus des Molkenbergwegs ist die Entfernung zur Bahnstrecke größer. Der Schallpegel wird dementsprechend geringer sein. Mit zusätzlichen Maßnahmen, z.B. Trog/Graben oder Schallschutzwänden (wie andernorts auch) könnte der Schall sogar auf einen noch niedrigeren Pegel reduziert werden.

Eventuell könnte diese Trasse vielleicht sogar teilweise nördlich der Bahnlinie verlaufen. Letzteres könnten Experten entsprechend evaluieren.

Ganz unhörbar wird keine Variante werden. Wahrnehmen wird man die Straße immer. Aber auch jetzt nimmt man die Straße von „überm Dorf“ aus punktuell wahr. Vor allem beschleunigende Motorräder hört man extrem laut sowie extrem weit. Bei einer Ortsumfahrung müssten Motorräder am Ortsausgang nicht wieder Vollgas geben!

Siehe dazu auch den Bericht der Waldeckischen Landeszeitung vom 13.08.2013 sowie die Studie zum Teilraumkonzept Twistetal-Berndorf aus dem Jahre 2009.

last revised: 2016-02-21

Berndorf ohne Autobahn